Berufsfelder von Dramaturgen
& Dramaturginnen 


Arbeit mit Autoren/Autorinnen Entwicklungsdramaturgie

 
  • Künstlerisch-analysierende Tätigkeit
  • Impulse geben zu Stücken, Recherche nach geeigneten Stoffen
  • Vergabe von Stückaufträgen an Autoren und Autorinnen
  • Begleiten der Schreibprozesse von Autoren und Autorinnen. Erster Kritiker, Kritikerin eines unveröffentlichten Werks, Anwalt, Anwältin des Stückes in allen weiteren Phasen der Produktion (auch Koordinierung mit Verlagen) und in der
    Vermittlung nach außen sein 
 

Arbeit in Autorschaft 

 
  • Auswahl einer Übersetzung bei fremdsprachigen Stücken 
  • Bearbeitung eines Stückes (Strichfassung, Bühnenfassung) 
  • Herstellen bzw. Mitwirken an der Spielvorlage 
  • Improvisierte Texte auf der Probe mitschneiden, transkripieren und redigieren, um aus Schauspielerimprovisationen szenetaugliche Figurentexte zu machen
  • Dramatisierung von Romanen 
  • Adaption von Filmen für die Bühne 
  • Zusammenstellung von Ausgangsmaterialien für Schauspielerimprovisationen 
  • Recherche, Auswahl und Zusammenstellung von Hintergrundmaterialien 
  • Redaktion Programmheft/buch 
  • Veröffentlichungen in Medien 

Vermittlungsarbeit im Theater mit der Intendanz

 
  • Dramaturg, Dramaturgin als Kulturmanager, Kulturmanagerin; Teil des Leitungsgremiums oder in einer mit einer Stabsstelle vergleichbaren Position 
  • Verantwortliche Leitungsdienste im Aufführungsalltag (Abenddienst) 
  • Mitarbeit am künstlerischen Profil des Hauses 
  • Entwicklung von Kooperationen und Netzwerken 
  • Mitarbeit bei Stückauswahl für den Spielplan und Positionierung der
    Stücke im Spielplan 
  • Entwicklung von Formaten 
  • Verhandlung über den Erwerb von Aufführungsrechten 
  • Mitarbeit an der Kunstvermittlung 
  • Überzeugungsarbeit für die Akzeptanz eines Stücks oder eines Projekts 
  • Mitarbeit bei Künstler/Künstlerinnen-Engagements 
  • Vorschläge für die Besetzung von Schauspiel, Regie, Bühnenbild und Theatermusik
  • Unterstützung der Intendanz in jeder Hinsicht (Subventions- und Förderstellen, Politik, Öffentlichkeit, Kooperationspartner, Gastspiele)
  • Veröffentlichungen (Vorschauheft für die Spielzeit, Website,
    Bücher über die Direktionsära) 
  • Einbringen der Interessen der Künstler und Künstlerinnen im Betrieb in organisatorischen, finanziellen Belangen
 

Vermittlungsarbeit im Theater bei der Entstehung einer Aufführung 

 

Produktionsdramaturgie: 

  • Interne Akzeptanz für das Stück, das Projekt gewinnen 
  • Diskurs entfachen, beteiligen und moderieren; das Stück in den politischen, sozialen Kontext stellen und mit dem Profil des Theaters in Verbindung setzen
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur, der Regisseurin vom Konzept, Strichfassung bis zu den Endproben. 
  • Recherchieren für die Theaterarbeit. Zusammenstellen von inspirierenden Materialien für die Schauspieler und Schauspielerinnen
  • Konstruktive und kreative Gruppendynamik ermöglichen
  • Aus der Spannung von interner Kenntnis der Produktion und des Outside Eye Probenprozesse einschätzen und dramaturgische Einschätzungen und Empfehlungen bezüglich der Wirkung einer Szene, einer b Inszenierung auf das Publikum geben
  • Als erster Zuschauer, erste Zuschauerin Feedback/Kritik formulieren
  • Den Künstlern und Künstlerinnen den Rücken freihalten für ihre Arbeit und gleichzeitig die finanziellen, organisatorischen und dispositionellen Möglichkeiten des Hauses im Blick behalten

Vermittlungsarbeit nach außen 

 
  • Organisation, Management
  • Kontaktbildung und -pflege
  • Dramaturgische Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklung von Formaten, um Publikum einzubinden
  • Gestaltung von Events zur Spielzeiteröffnung, Tage der offenen Tür/Theaterfest
  • Zusammenarbeit mit Pressereferat
  • Begleitprogramm entwickeln zum Stück (u. a. Symposium, Podiumsdiskussion, Lesung)
  • Klassische Publikumsarbeit wie Einführungsvorträge und Publikumsgespräche nach der Aufführung, Betreuen des Freundeskreises des Theaters, Betreuung von Schulklassen, Outreach
  • Zusammenarbeit mit Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen
  • Zusammenarbeit mit allen anderen Abteilungen des Theaters 

Vermittlung zwischen Diskursen und Theaterpraxis 

 
  • Wissenschaftlicher, kunsttheoretischer Zugang 
  • Diskurse, Themen und Aktionen erkennen, die gesellschaftliches Denken vorantreiben 
  • Wissensgrundlagen liefern für die Interessensvermittlung nach außen und für die Etablierung des Diskurses im künstlerischen Bereich
  • Verknüpfen von Diskursen mit Stücken und Projekten 
  • Kontextualisierung von ästhetischen Fragestellungen 
  • Kontakte herstellen zu universitären Einrichtungen, Non-Profit-Organisationen,
    Freier Szene etc.